Fachkrankenhaus Vielbach

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Sabine Bätzing zum dritten Mal in Vielbach


Sommerfest

Sabine Bätzing, die inzwischen verabschiedete Bundesdrogenbeauftragte, hat uns 2009 gleich zweimal besucht. Besonders angetan war sie von unseren lebensnahen Therapieangeboten und unseren „Co-Therapeuten“, den vielen Tieren.

Klinikleiter Joachim Jösch zeigte der Drogenbeauftragten bei einem Rundgang, wie sich die Klinik mit 58 Behandlungsplätzen eine familiäre Atmosphäre bewahrt hat und so eine individuelle Behandlung in therapeutischer Gemeinschaft ermöglicht. Seit über 30 Jahren sind die Vielbacher Therapiemaßnahmen speziell zugeschnitten auf die Bedarfe von Menschen, die schon lange ohne Arbeit sind. Die breit gefächerten Arbeitstrainingsangebote (Schreinerei, Schlosserei, Gartenbau/-pflege, Landwirtschaft, Tierpflege u.v.m.) ermöglichen es auch Patienten, die nur noch wenig Hoffnung für sich sehen können, ihre erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt vorzubereiten.

Sabine BätzingNicht an Sprache gebundene Therapieformen und -angebote, insbesondere im Rahmen der arbeitsbezogenen Rehabilitation, haben in Vielbach seit 30 Jahren eine zentrale Bedeutung. Von Anbeginn an gehören zu der 15 Hektar großen Werk- und Bauernhof-ähnlichen Anlage viele verschiedene Tiere. Wenn Patienten eine emotional enge Bindung an ihren Hund haben, kann auch dieser mitgebracht werden.

Der Kontakt mit den Tieren fördert bei den Patienten soziale Kompetenzen, Empathie und Selbstwertgefühl. Das wachsende Einfühlungsvermögen für die Tiere nützt vielen Patienten auch im Umgang mit ihren Mitmenschen und steigert den Therapieerfolg.

Die Drogenbeauftragte war überrascht, dass die breit gefächerten Arbeitstherapieangebote durchgängig vom Bedarf der therapeutischen Gemeinschaft und seiner Tiere bestimmt sind. „Man glaubt kaum in einer Klinik zu sein. Hier wird gehämmert, gesägt, geschweißt und gemäht und geerntet – alles für die Gemeinschaft, nichts wird aus kommerziellen Gründen produziert. So stelle ich mir eine Therapie für Suchtkranke vor, die realistisch auf das Arbeitsleben und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft vorbereitet werden!“, so Bätzing.

Dem therapeutischen Team dankte sie für seine außergewöhnlich engagierte und erfolgreiche Arbeit mit den Patienten und wünschte Erfolg bei der Umsetzung aktueller, innovativer Sucht-Ausstiegs-Projekte.